20151109: FCG begeistert mit Kampf und Keeper Schröder

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Die Glocke
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20151109: FCG begeistert mit Kampf und Keeper Schröder

Beitrag von Die Glocke » 09.11.2015, 15:53

Glücksgefühle sind selten geworden beim FC Gütersloh. Um so ausgelassener jubelte der Fußball-Oberligist am Samstag über den 3:2 (1:2)-Sieg beim ASC Dortmund in einem völlig verrückten Spiel. Zum Mann des Tages avancierte Lars Schröder, der als Torwart aushalf.

Nachdem Christopher Rump bereits in der fünften Minute nach einer Notbremse vom Platz geflogen war, stellte sich der Stürmer mutig in den FCG-Kasten. „Wer geht ins Tor?“, rätselten die Dalkestädter nur kurz, als Rump nach einem Foul an Michael Seifert glatt Rot sah.

Ersatzkeeper Hendrik Müller war beruflich verhindert. „Ich mache es“, preschte Schröder vor – und blieb beim Strafstoßtreffer von Simon Rudnik machtlos (6.). Als sich der FCG in Unterzahl noch sortieren musste, klingelte es erneut. Ein abgefälschter Rudnik-Freistoß zappelte zum 2:0 für Aplerbeck im Netz.

Es waren gerade einmal zwölf Minuten gespielt, da hätte sich der kleine Gütersloher Anhang am liebsten schon wieder auf den Heimweg gemacht. Was folgte, damit hätten selbst die treuesten FCG-Fans angesichts der jüngsten Misserfolgsserie von sieben sieglosen Spielen nicht gerechnet.

Trainer Heiko Bonan peitschte seine Mannschaft unablässig nach vorne. Und seine Jungs begriffen, worum es ging. Endlich kämpfte einmal jeder für jeden. Folgerichtig erzielte Simon Schubert nach einem Freistoß von Janis Kraus den Anschlusstreffer (22.). „Lars, da geht noch was“, machte Bonan seinem Ersatzkeeper Mut.

Und der antwortete im Brustton der Überzeugung: „Ja, vor der Pause machen wir das 2:2.“ Dies gelang zwar nicht, die heftige Gegenwehr und der Anschlusstreffer brachten Aplerbeck jedoch völlig aus dem Konzept. Nico Schürmann legte in der zweiten Hälfte das 2:2 nach (53.).

„So eine schlechte Truppe. Wenn wir gegen die nicht gewinnen...“, spornte sich Vadim Thomas an. Sherif Allasane schien seinen Teamkollegen gehört zu haben, denn er traf nach Vorarbeit von Janis Kraus zum 3:2 (65.). Die Zuversicht stieg – und erhielt drei Minuten nach dem Führungstreffer einen Dämpfer, denn Innenverteidiger Lars Beuckmann sah die Ampelkarte.

Mehr als 20 Minuten wehrten sich neun verbliebene Gütersloher tapfer. Und hatten in Lars Schröder einen Rückhalt, der zwar keinen Ball festhielt, dafür aber diverse Schüsse abwehrte und auch das verdiente Glück auf seiner Seite hatte, als ein Rudnik-Freistoß gegen das Aluminium klatschte (75.). „Ein unglaubliches Spiel und Lars hat das richtig gut gemacht“, war Heiko Bonan baff über den Auftritt seines Teams.
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