20191021: Neue Westfälische - FC Gütersloh: Niederlage selbst verschuldet!

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20191021: Neue Westfälische - FC Gütersloh: Niederlage selbst verschuldet!

Beitrag von TeamO » 21.10.2019, 10:59

Neue Westfälische | www.fupa.net hat geschrieben: FC Gütersloh: Niederlage selbst verschuldet!

Oberligist FC Gütersloh lässt in Herne gute eigene Chancen aus und kassiert zwei Gegentreffer nach ganz bösen Abwehrschnitzern. Torhüter Jarno Peters wehrt beim Stand von 1:1 Strafstoß.

Noch Minuten nachdem Schiedsrichter Felix Weller die 1:3-Niederlage seines FC Gütersloh bei Westfalia Herne mit dem Schlusspfiff besiegelt hatte, hockte Tim Manstein wie ein Häufchen Elend auf der Bank. Der „Sechser“ des auf den achten Tabellenplatz zurückgefallenen Oberligisten wusste natürlich nur zu gut, dass er mit seinem kapitalen Schnitzer das 1:2 (85.) durch Darius Stawski ermöglicht und seine Mannschaft auf die Verliererstraße geführt hatte.

„Natürlich war das die Vorentscheidung“, kommentierte Julian Hesse den Blackout des sonst so zuverlässigen „Sechsers“. Als hätte er Kai Hatano überhaupt nicht gesehen, hatte Manstein mit dem Abspiel gezögert. Der quirlige Herner Angreifer nahm ihm den Ball vom Fuß und bediente den frei stehenden Torschützen. „Ein Fehler, na klar, aber trotzdem kein Vorwurf an Tim, denn er hat schließlich lange gefehlt.“ Der FCG-Trainer nahm den Unglücksraben schon deshalb umgehend in Schutz, „weil wir uns von diesem Rückschlag nicht runterziehen lassen dürfen und weitermachen müssen“.

Verdienter Sieg für Herne
Für Hesse „schwer zu akzeptieren, denn wir waren fußballerisch über neunzig Minuten gesehen die bessere Mannschaft“, war der erste Misserfolg des FCG nach fünf Spielen ohne Niederlage eh aus einem anderen Grund. „Wir haben es nicht geschafft, die Räume, die uns Herne gerade in der 1. Halbzeit gelassen hat, zu nutzen. Dafür war unser Spiel zu unpräzise.“ Gleichwohl bot sich Illias Illig in der 36. Minute sogar eine Doppelchance, um die Gäste in Führung zu bringen. Als Hernes Keeper Ricardo Seilfried den ersten, harmlosen, Versuch des Gütersloher Mittelfeldspielers von der Strafraumgrenze nach vorne abgeklatscht hatte, durfte es Illig aus etwa zwölf Metern und jetzt sogar völlig unbedrängt, gleich noch einmal probieren. Weil dieser Schuss sein Ziel weit verfehlte, blieb die Westfalia im Spiel und konnten nach dem Wechsel „zeigen, was sie am besten kann“, wie Hesse in Anbetracht der Zweikampfstärke und Laufbereitschaft der Gastgeber anerkennend feststellte. Hernes Trainer Christian Knappmann durfte deshalb auch durchaus zurecht von einem „verdienten Sieg“ sprechen.

Katastrophaler Fehler vom FC Gütersloh
Um in Führung zu gehen, brauchten die Gastgeber allerdings einen ersten dicken Patzer der Gütersloher Defensive. Kai Hatano wurde 25 Meter vor dem Tor nicht angegriffen, nahm sich ein Herz und ließ FCG-Keeper Jarno Peter mit seinem satten Flachschuss keine Chance. Hesse ärgerte jedoch nicht nur, dass seine Mittelfeld- und Abwehrspieler staunend zugesehen hatten. „Wir durften den Ball vorher nicht so einfach verlieren“, räumte er noch einen entscheidenden Fehler im eigenen Spielaufbau gegen die früh und energisch anlaufenden Herner ein. Der FCG-Coach reagierte mit der der Einwechselung von Saban Kaptan für Matthäus Wickowicz. Das Plus an körperlicher Präsenz zahlte sich in der 62. Minute aus. Kaptan war mit dem Kopf zur Stelle, als Lars Beuckmann eine Freistoßflanke von Tim Manstein verlängert hatte. Gezogen hatte diesen Freistoß Nick Flock gegen Maurice Temme, als er energisch vom linken Flügel ins Zentrum stürmte. „In dieser Phase haben die Gütersloher gezeigt, wie stark sie sind“, räumte Knappmann ein.

Es fehlte dem FC Gütersloh an Matchglück!
Der Herner Coach bangte erst recht um seine Mannschaft, als Nazzareno Ciccarelli mit einem Strafstoß an FCG-Keeper Jarno Keepers gescheitert war, den David Schwesig gegen ihn verursacht hatte (65.). Dass es dem FCG an diesem verregneten Oktobersonntag aber auch am nötigen Matchglück fehlte, um sich in der Tabelle weiter nach vorn orientieren zu dürfen, zeigte sich dann aber nicht nur beim selbst verschuldeten 1:1. Den Konter zum 1:3 durch Philipp Rößler (87.) konnten die Herner erst laufen, als Andreas Ogrzall den Ball nach einem Schuss von Eric Yahkem von der eigenen Torlinie gekratzt hatte. Für Hesse wurde es dadurch „noch ein bisschen schwerer diese unnötige Niederlage zu akzeptieren“.

Schiedsrichter: Felix Weller - Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Kai Hatano (55.), 1:1 Saban Kaptan (62.), 2:1 Darius Stawski (85.), 3:1 Philipp Rößler (87.)
Irgendwann - ihr werdet sehen - wird Gütsel wieder OBEN stehn!

Fussball wird nicht mit den Füssen gespielt - sondern mit dem Herz!

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