20190306: Neue Westfälische - Ist Hesse der richtige Trainer

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20190306: Neue Westfälische - Ist Hesse der richtige Trainer

Beitrag von TeamO » 06.03.2019, 18:04

Neue Westfälische | www.fupa.net | Kommentar Wolfgang Temme hat geschrieben: Kommentar Wolgang Temme: Ist Julian Hesse der richtige Trainer?

FC Gütersloh verpflichtet Julian Hesse als Trainer. Vorschusslorbeeren berechtigt, sagt unser Redakteur in seiner Analyse.

Nach der Neuverpflichtung eines jungen Coaches aus der Landesliga für den Trainerposten beim FC Gütersloh stellen sich verschiedene Fragen: Ist Julian Hesse ein guter Trainer? Und ist er der richtige Coach für den Oberligisten FC Gütersloh? Selbst wer die erste Frage bejahen kann, weil er die Arbeit des 30-Jährigen schon länger beobachtet hat, kann sich bei der Beantwortung der zweiten nicht sicher sein.

Der Erfolg einer Fußballmannschaft hängt von viel zu vielen Faktoren ab. Das macht die Entscheidung eines Vereins bei der Verpflichtung eines Trainers ja auch so schwierig. Letztlich schwingt immer ganz viel Hoffnung in den Vorschusslorbeeren mit, mit denen auch Julian Hesse jetzt vom Vorstand des FC Gütersloh bedacht worden ist.

Nach jetziger Beurteilung lässt sich an der Personalentscheidung des Oberligisten nur Gutes finden. Julian Hesse ist ein qualifiziert ausgebildeter Fußballtrainer, ihm eilt ein tadelloser Ruf voraus, und er hat in Bielefeld bewiesen, dass er auch unter schwierigen Begleitumständen erfolgreich arbeiten kann.

In Verl hat er danach den von hervorragenden Bedingungen geprägten Ausbildungsauftrag bei der zweiten Mannschaft zum Nutzen und zur vollen Zufriedenheit des Regionalligavereins erfüllt. Dass er zwar in Gütersloh wohnt, also die öffentliche und nichtöffentliche Stimmung in der Stadt sehr wohl mitbekommt, aber eben keinen von einer Vergangenheit in diesem Verein herrührenden „Stallgeruch“ hat, spricht auch für ihn.

Die Verantwortlichen des FC Gütersloh hat er auch mit einem Auftreten überzeugt, wie es nicht jeder 30-Jährige so seriös und souverän an den Tag zu legen vermag. Das wird ihm auch die Akzeptanz in seiner neuen Mannschaft erleichtern, in der einige Spieler altersmäßig nicht so weit von ihrem neuen Chef entfernt sind. Voraus hat Julian Hesse ihnen eine spezielle Reife, die wohl auch aus den bei einer langen Weltreise gesammelten Erfahrungen, die er vor einigen Jahren unternommen hat, resultiert.

Zu der Entscheidung, den FC Gütersloh schon jetzt und nicht erst zur neuen Saison zu übernehmen, gehört im übrigen kein besonderer Mut, sondern nur sportliche Klugheit. Hesse hat in der Rückrunde der laufenden Spielzeit nichts zu verlieren. Sollte die Mannschaft absteigen, darf das aus heutiger Sicht nicht ihm angelastet werden.

Schafft er mit dem aktuellen Tabellenletzten doch noch den Klassenerhalt, kann er sich das als stolzen Erfolg ans Revers heften. Und so oder so hat der neue Coach die Möglichkeit, den Kader für die nächste Serie in fundierter Kenntnis von Qualität und Tauglichkeit der jetzigen Spieler zusammenzustellen.

Einstellen muss sich Julian Hesse gegenüber seiner letzten Station in Verl allerdings auf ein viel größeres Medieninteresse. Kommunikation gehört allerdings zu den Aufgaben eines modernen Fußballtrainers einfach dazu, auch wenn es sich nur um die Oberliga handelt. Als Online-Manager einer Marketingagentur sollte der neue Hoffnungsträger des FC Gütersloh jedoch in der Lage sein, auch das ganz schnell zu verinnerlichen und professionell umzusetzen.
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